Komische Oper Berlin im Schillertheater

Jewgeni Onegin

Oper

Bismarckstraße 110, 10625 Berlin

Pjotr Tschaikowski

Iko Freese / drama-berlin.de
© Iko Freese / drama-berlin.de
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Beschreibung

In überwältigenden und detailreichen Naturbildern inszeniert Barrie Kosky Tschaikowskis melancholisches Seelendrama über die Hoffnungen, Sehnsüchte und das Scheitern von vier jungen Menschen, die am Ende erkennen müssen: Zum Fassen nahe war das Glück! Als der Dichter Lenski seine Verlobte Olga besucht und seinen geheimnisvollen Freund Jewgeni Onegin mitbringt, ist es um Olgas introvertierte Schwester Tatjana geschehen. Doch hart weist Onegin Tatjana von sich. Jahre später begegnet er ihr erneut – nun ist sie es, die sein plötzliches Liebesflehen nicht erhören will …

Mit Jewgeni Onegin glückte Tschaikowski der Durchbruch als Opernkomponist und zugleich ein einzigartiger Beitrag zum modernen Musiktheater. Barrie Koskys Inszenierung wartet mit einem opulenten Bühnenbild auf, das die Poesie der Figuren und ihrer Tragödie in die Weite eines natürlichen Raumes versetzt. Jewgeni Onegin zeigt sich in Tschaikowskis unvergesslicher Musik als »feinnerviges Psychogramm junger Leute, die gerade zum ersten Mal erfahren, was unumkehrbare Entscheidungen sind.« [BR KLASSIK]


1. Akt
Ein Sommertagsidyll in der russischen Provinz, man macht, was man an solchen Tagen macht: Inmitten einer Ausflugsgesellschaft von Landleuten plaudert die Gutsbesitzerin Larina mit der treuen Hausangestellten Filippewna, der Amme ihrer Töchter Olga und Tatjana. Die beiden Alten kochen Marmelade ein und erinnern sich: an einstige Liebeshoffnungen und die Gewöhnung an Enttäuschung. Larinas Töchter singen ein Lied, die lebenslustige Olga tanzt, ihre introvertierte Schwester Tatjana schmökert lieber in Romanen.

Olgas Verlobter, der junge Poet Lenski, erscheint und macht seiner Angebeteten auch heute Liebeserklärungen. Mit sich bringt Lenski einen Unbekannten, den er als seinen Freund und Nachbarn vorstellt: Jewgeni Onegin. Am Abend ist es um Tatjana geschehen. Sie ist verliebt, gesteht sie der Amme Filippewna und schreibt während dieser Nacht einen Liebesbrief an Onegin. Doch am nächsten Tag weist Onegin Tatjanas Offenbarung kühl zurück.

2. Akt
Ausgelassen feiert die Familie Larin Tatjanas Namenstag, es wird getrunken und getanzt, der Franzose Triquet widmet zur allgemeinen Freude Tatjana ein Couplet. Nur Jewgeni Onegin kann sich nicht recht begeistern und flirtet zum Ärger Lenskis mit dessen Verlobter Olga. Auf den Streit folgt ein Skandal, und Lenski fordert Onegin zum Duell, das in einer Katastrophe endet: Onegin tötet seinen Freund.

3. Akt
Nach Jahren ziellosen Reisens trifft Jewgeni Onegin in Sankt Petersburg auf einem Ball im Hause des Fürsten Gremin ein. Gremin ist frisch verheiratet mit Tatjana. Allein, verwirrt, verliebt trifft Onegin auf Tatjana und fleht sie an, mit ihm zu kommen! Unter Tränen erinnern sich beide jenes Sommers auf dem Lande. Die einst verlassene Tatjana weist Onegin ab: Es ist unwiderruflich zu spät! Sie ist verheiratet und Onegins Schicksal nicht mehr mit dem ihrigen verbunden …


Koproduktion mit dem Opernhaus Zürich
30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen)

Besetzung

Anna Skryleva
Musikalische Leitung
Barrie Kosky
Inszenierung
Orchester der Komischen Oper Berlin
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Komparserie
---
Hubert Zapiór
Jewgeni Onegin
Penny Sofroniadou
Tatjana
Maya Gour
Olga
Pavel Valuzhin
Lenski
Karolina Gumos
Larina
Dimitry Ivashchenko
Fürst Gremin
Ulrike Helzel
Filippewna
Jaewon Kwak
Zarezki
Christoph Späth
Triquet
Carsten Lau / Jan-Frank Süße
Ein Hauptmann
Alexander Kohl
Guillot
---
Rebecca Ringst
Bühnenbild
Klaus Bruns
Kostüme
Simon Berger
Dramaturgie
David Cavelius
Chöre
Franck Evin
Licht
Werner Sauer
Spielleitung

Termine

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