Deutsche Oper Berlin
Salome
Oper
Bismarckstraße 35, 10627 Berlin
Richard Strauss




















Beschreibung
Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikdrama in einem Aufzug
Musik und Libretto von Richard Strauss
nach dem Drama „Salome“ von Oscar Wilde
in der Übersetzung von Hedwig Lachmann
Uraufführung am 9. Dezember 1905 in Dresden
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 24. Januar 2016
Musik und Libretto von Richard Strauss
nach dem Drama „Salome“ von Oscar Wilde
in der Übersetzung von Hedwig Lachmann
Uraufführung am 9. Dezember 1905 in Dresden
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 24. Januar 2016
Claus Guth verbannt sämtlichen Orientalismus und betrachtet seine Titelheldin mit sezierendem, psychoanalytischem Blick. Salome steigt hinab in die Abgründe ihrer Jugendzeit, in der sich Übergriffe ihres Stiefvaters tief in ihre Seele gegraben haben. Und aus diesen Tiefen heraus schafft sie sich ihren Retter Jochanaan, mit dem sie den Kampf gegen den verhassten Vater aufnehmen kann.
Als „Salomé“ von Oscar Wilde 1896 in Paris zum ersten Mal auf die Bühne kam, verbüßte der Autor in London eine Zuchthausstrafe wegen „grober Unsittlichkeit“. In Großbritannien und auch in den deutschsprachigen Ländern waren nur Privataufführungen des skandalumwitterten Stücks möglich. Eine solche besuchte Richard Strauss 1902 in Max Reinhardts „Kleinem Theater“ in Berlin. Ein Jahr später entschied er sich dazu, Wildes Text zur Grundlage eines Operneinakters zu machen. Die Uraufführung der SALOME 1905 in Dresden war ein durchschlagender Erfolg für den Komponisten. Er fordert darin das Genre heraus: Eine rauschhafte und liebestrunkene Musik kontrastiert das denkbar grässlichste, monströseste Geschehen.
Die Oper beginnt ohne Vorspiel, und wir werden direkt in Salomes Welt hineinkatapultiert. Salome lebt in einer perfekten bürgerlichen Welt. Sie ist die Tochter der Herodias. Mit ihr lebt sie bei ihrem Stiefvater Herodes – ein mächtiger Mann in einer Männerwelt. Und er hat ein ganz besonderes Verhältnis zu seiner neuen Tochter, der kleinen Prinzessin. Und sie zu ihm. In dieser Familienkonstellation wächst das Kind Salome heran. Und in der Nacht, wenn alle anderen schlafen, imaginiert sie sich ihre eigene Welt. Sie nimmt den Kampf mit ihrem neuen Vater auf, der sie einschüchtert, der sie begehrt, der mit ihr spielt. Diesen Vater, diesen Mann will sie besiegen. Sie erinnert sich an ihre Kindheit, und sie schaut sich selbst zu, wie sie spielt: Vater, Mutter, Kind. Das ist eine hochexplosive Welt, in die sie sich hineinträumt. Aus diesen dunklen Träumen heraus erschafft sich Salome in der Nacht eine Gestalt, einen Gegenentwurf zu der Welt, in der sie sich befindet. Dieses Wesen ist Jochanaan. In dem Familienspiel fungiert er als der Anti-Vater, als die Waffe gegen den Vater, als Erlöser- und Retterfigur. Und wenn der Tag anbricht, sitzt Jochanaan mit Vater, Mutter und dem kriegerischen Kind mit am Tisch. Gemeinsam mit Jochanaan wird Salome diese Ordnung aufsprengen.
SALOME ist die erste Arbeit von Claus Guth an der Deutschen Oper Berlin. Seit 1999, als er bei den Salzburger Festspielen mit großem Erfolg CRONACA DEL LUOGO von Luciano Berio inszenierte, gehört er zu den gefragtesten Opernregisseuren der Welt. Salzburg, wo er unter anderem die „Da Ponte Trilogie“ [mit Anna Netrebko als Susanna in LE NOZZE DI FIGARO] inszenierte, Bayreuth [DER FLIEGENDE HOLLÄNDER 2003], Zürich, Mailand, München, Hamburg, Frankfurt, Dresden und das Theater an der Wien gehören zu seinen regelmäßigen Stationen wie auch die Staatsoper im Schillertheater.
Besetzung
Ursula Hesse von den Steinen
Herodias
Muriel Gerstner
Bühne, Kostüme
Axel Kober
Musikalische Leitung
Kyle Miller
2. Nazarener
Mihails Culpajev
Narraboth
Andrew Harris
5. Jude
Joel Allison
5. Jude
Annika Schlicht
Ein Page
Claus Guth
Inszenierung
Tobias Kehrer
2. Soldat
Olaf Freese
Licht
Jordan Shanahan
Jochanaan
Ya-Chung Huang
1. Jude
Gideon Poppe
Ein Sklave
Jörg Schörner
3. Jude
Dong-Hwan Lee
1. Nazarener
Sommer Ulrickson
Choreografie
Thomas Blondelle
Herodes
Petra Lang
Herodias
Byung Gil Kim
1. Nazarener
Maire Therese Carmack
Ein Page
Opernballett der Deutschen Oper Berlin
Gideon Poppe
2. Jude
Vida Mikneviciute
Salome
Andrew Dickinson
4. Jude
Daniel Nicholson
Ein Cappadocier
Attilio Glaser
Narraboth
Jennifer Holloway
Salome
Joel Allison
1. Soldat
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Andrew Harris
1. Soldat
Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35, 10627 Berlin
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