Komische Oper Berlin im Schillertheater
Madama Butterfly
Oper
Bismarckstraße 110, 10625 Berlin
Giacomo Puccini

© Jan Windszus Photography
Beschreibung
Nach Aix-en-Provence und Lyon ist Andrea Breths bildschöne Madama Butterfly-Inszenierung an der Komischen Oper Berlin zu erleben – und dürfte auch hier kein Auge trocken lassen. So beschrieb Puccini sein Meisterwerk nicht umsonst als »empfindungsreichste Oper, die ich je geschrieben habe«.
Die junge Geisha Cio-Cio-San alias »Butterfly« wird mit dem amerikanischen Marineoffizier Pinkerton verheiratet: Für ihn ist das Ganze ein »exotisches« Abenteuer, für Butterfly bedeutet die Ehe alles – ein Ende der Armut, eine rosige Zukunft, ein neues Leben als Mutter. Während der rücksichtslose Dandy Japan schnell verlässt, um in seiner Heimat eine »richtige« Ehefrau zu finden, wartet die nichtsahnende Butterfly mit dem gemeinsamen Kind auf die Rückkehr des Geliebten. Nach drei Jahren steht Pinkerton tatsächlich vor der Tür: Mit seiner neuen Frau möchte er Butterfly nun auch noch das Kind wegnehmen. Als die Japanerin endlich die Wahrheit begreift, sieht sie für sich nur noch einen Ausweg: den Tod!
Puccinis weltberühmte Oper über die tragische Liebe zwischen einer hoffnungsvollen Japanerin und einem dekadenten Amerikaner hat bis heute nicht an Kraft verloren. Die Deutlichkeit, mit der der Komponist die kolonialistische Rücksichtslosigkeit des Westens in Frage stellt, war Anfang des 20. Jahrhunderts durchaus mutig. Während Pinkerton die wohl unsympathischste Tenorpartie Puccinis darstellt, durchlebt seine Titelheldin die vielleicht größte Entwicklung all seiner Opernfiguren – von der Geisha zur tugendhaften Ehefrau zur alleinerziehenden Mutter bis hin zur Selbstmörderin.
Die Meisterin des psychologischen Realismus Andrea Breth überrascht in ihrer Inszenierung durch eine malerische Ästhetik. Kimonos, Kirschblüten und Kraniche kommen bei ruhiger Personenführung atmosphärisch zum Einsatz und legen den Fokus ganz auf das Wesentliche: die Figuren.
Die junge Geisha Cio-Cio-San alias »Butterfly« wird mit dem amerikanischen Marineoffizier Pinkerton verheiratet: Für ihn ist das Ganze ein »exotisches« Abenteuer, für Butterfly bedeutet die Ehe alles – ein Ende der Armut, eine rosige Zukunft, ein neues Leben als Mutter. Während der rücksichtslose Dandy Japan schnell verlässt, um in seiner Heimat eine »richtige« Ehefrau zu finden, wartet die nichtsahnende Butterfly mit dem gemeinsamen Kind auf die Rückkehr des Geliebten. Nach drei Jahren steht Pinkerton tatsächlich vor der Tür: Mit seiner neuen Frau möchte er Butterfly nun auch noch das Kind wegnehmen. Als die Japanerin endlich die Wahrheit begreift, sieht sie für sich nur noch einen Ausweg: den Tod!
Puccinis weltberühmte Oper über die tragische Liebe zwischen einer hoffnungsvollen Japanerin und einem dekadenten Amerikaner hat bis heute nicht an Kraft verloren. Die Deutlichkeit, mit der der Komponist die kolonialistische Rücksichtslosigkeit des Westens in Frage stellt, war Anfang des 20. Jahrhunderts durchaus mutig. Während Pinkerton die wohl unsympathischste Tenorpartie Puccinis darstellt, durchlebt seine Titelheldin die vielleicht größte Entwicklung all seiner Opernfiguren – von der Geisha zur tugendhaften Ehefrau zur alleinerziehenden Mutter bis hin zur Selbstmörderin.
Die Meisterin des psychologischen Realismus Andrea Breth überrascht in ihrer Inszenierung durch eine malerische Ästhetik. Kimonos, Kirschblüten und Kraniche kommen bei ruhiger Personenführung atmosphärisch zum Einsatz und legen den Fokus ganz auf das Wesentliche: die Figuren.
Besetzung
Yi-Chen Lin
Musikalische Leitung
Andrea Breth
Inszenierung
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Komparserie
---
Gloria Jieun Choi
Cio-Cio-San
Mihails Culpajevs
Pinkerton
Günter Papendell
Sharpless
Susan Zarrabi (21.11.) / Karolina Gumos (28.11.)
Suzuki
Johannes Dunz
Goro
Ivan Turšić
Fürst Yamadori
Dimitry Ivashchenko
Onkel Bonze
Naomi Steele
Kate Pinkerton
Aya Yasuda / Jun Azuma / Natsuki Katori / Megumi Eda / Tomoya Kawamura
Darsteller
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Raimund Orfeo Voigt
Bühnenbild
Ursula Renzenbrink
Kostüme
Klaus Bertisch
Dramaturgie
David Cavelius
Chöre
Alexander Koppelmann
Licht
Marcin Lakomicki
Szenische Einstudierung
Tomoya Kawamura
Bewegungscoach
Termine
Komische Oper Berlin im Schillertheater
Bismarckstraße 110, 10625 Berlin
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