Staatsoper Unter den Linden
The Turn of the Screw
Oper
Unter den Linden 7, 10117 Berlin
Benjamin Britten

© Monika Rittershaus

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Beschreibung
Eine junge Frau soll sich als Governess auf den Landsitz Bly begeben, um dort für die Erziehung der zwei Waisen Flora und Miles zu sorgen. Auftraggeber ist der Onkel, zugleich Vormund der Waisen, der nicht belästigt werden will und die junge Frau auf absolute Verschwiegenheit über die Vorgänge auf seinem Landsitz einschwört. Tatsächlich geben ihr das Verhalten der beiden Kinder und die Vorkommnisse im Haus Rätsel auf. Auch die Haushälterin Mrs. Grose, die offenbar schon ihr halbes Leben in Bly verbracht hat, scheint ihr nicht ganz durchschaubar. Schließlich glaubt die Governess die schemenhaften Erscheinungen eines Mannes und einer Frau durch die Räume wandeln zu sehen und in ihnen die Geister der ehemaligen Angestellten Peter Quint und Miss Jessel zu erkennen. Dämonische Kräfte scheinen um sich zu greifen und alle Beteiligten heimzusuchen. Am Ende, soviel ist sicher, ist eine Person tot. Alles andere bleibt zu untersuchen …
Brittens ebenso rätselhafte wie eindrucksvolle Kammeroper The Turn of the Screw (zu deutsch Die Drehung der Schraube) spiegelt in ihrer zersplitterten Struktur die scheinbar fragmentarischen und womöglich verzerrten Wahrnehmungen und Erinnerungen der Protagonistin wider. Jede Szene wirft ein anderes Licht auf das Geschehen, das sich aus der Erinnerungsperspektive der Governess nicht zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen lässt, sondern eher wie ein Puzzle mit fehlenden Teilen erscheint. Henry James, dessen 1898 erschienene, von frühen tiefenpsychologischen Ideen beeinflusste Erzählung als Vorlage für Brittens Oper diente, bezeichnete diese einst mit Understatement als ein „Spiel seltsamer Begegnungen“.
Inhaltsangabe
Prolog
Eine Frau aus bescheidenen Verhältnissen – die Tochter eines Landpfarrers – deren Namen wir nie erfahren werden, bekommt einen Auftrag: Sie soll sich als Governess auf den Landsitz Bly begeben. Dort soll sie sich um die zwei Waisen Flora und Miles kümmern und für ihre Erziehung sorgen. Der Auftraggeber ist der Onkel der Kinder, der mit diesen Dingen nicht belästigt werden will. Eine große Verantwortung lastet auf ihr.
Erster Akt
Hingebungsvoll widmet sich die Governess ihrer Aufgabe im Haus Bly. Neben den beiden Kindern befindet sich dort auch noch die alte Haushälterin Mrs. Grose. Zunächst erscheint ihr der abgeschlossene Kosmos von Bly mit seinen engelhaften Kindern wie ein vollkommenes Idyll. Doch nach und nach erfährt die Ungetrübtheit dieser Welt immense Erschütterungen. Ein Brief trifft ein. Miles wird der Schule verwiesen. Die Gründe sind uneindeutig und führen zu ersten Irritationen. Die Governess glaubt, unheimliche Erscheinungen durch die Räume von Bly wandeln zu sehen. Mrs. Grose meint, in den Beschreibungen der Governess die ehemaligen und unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommenen Angestellten Quint und Jessel zu erkennen. Die Governess ist davon überzeugt, dass Miles und Flora in Gefahr sind und sie ihre Zöglinge beschützen und retten muss. In ihren Phantasien hört sie Stimmen nach den Kindern rufen.
Zweiter Akt
Die Governess kann sich mittlerweile kaum noch in Bly orientieren. Sie fühlt sich verloren in ihrem eigenen „Labyrinth“.
Die Schraube der Desorientierung dreht sich immer weiter, bis sie vollkommen durchdreht. Die Stimmen, die sie hört, werden lauter – die Gefahr scheint zu wachsen. Die Governess versucht, die Geschehnisse zu ordnen, so als würde sie einzelne Teile eines Puzzles immer wieder neu zusammenlegen. Überall wittert sie Täuschung und Verführung und ist kurz davor, die Flucht zu ergreifen. Doch dann entschließt sie sich, den Onkel von den Geschehnissen in Kenntnis zu setzen und ihm zu schreiben. Aufgrund der zugespitzten Ereignisse verlässt Mrs. Grose mit Flora das Haus und reist nach London. Die Governess bleibt allein mit Miles zurück, um ihn endlich und eindeutig zu fassen zu bekommen.
Brittens ebenso rätselhafte wie eindrucksvolle Kammeroper The Turn of the Screw (zu deutsch Die Drehung der Schraube) spiegelt in ihrer zersplitterten Struktur die scheinbar fragmentarischen und womöglich verzerrten Wahrnehmungen und Erinnerungen der Protagonistin wider. Jede Szene wirft ein anderes Licht auf das Geschehen, das sich aus der Erinnerungsperspektive der Governess nicht zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen lässt, sondern eher wie ein Puzzle mit fehlenden Teilen erscheint. Henry James, dessen 1898 erschienene, von frühen tiefenpsychologischen Ideen beeinflusste Erzählung als Vorlage für Brittens Oper diente, bezeichnete diese einst mit Understatement als ein „Spiel seltsamer Begegnungen“.
Inhaltsangabe
Prolog
Eine Frau aus bescheidenen Verhältnissen – die Tochter eines Landpfarrers – deren Namen wir nie erfahren werden, bekommt einen Auftrag: Sie soll sich als Governess auf den Landsitz Bly begeben. Dort soll sie sich um die zwei Waisen Flora und Miles kümmern und für ihre Erziehung sorgen. Der Auftraggeber ist der Onkel der Kinder, der mit diesen Dingen nicht belästigt werden will. Eine große Verantwortung lastet auf ihr.
Erster Akt
Hingebungsvoll widmet sich die Governess ihrer Aufgabe im Haus Bly. Neben den beiden Kindern befindet sich dort auch noch die alte Haushälterin Mrs. Grose. Zunächst erscheint ihr der abgeschlossene Kosmos von Bly mit seinen engelhaften Kindern wie ein vollkommenes Idyll. Doch nach und nach erfährt die Ungetrübtheit dieser Welt immense Erschütterungen. Ein Brief trifft ein. Miles wird der Schule verwiesen. Die Gründe sind uneindeutig und führen zu ersten Irritationen. Die Governess glaubt, unheimliche Erscheinungen durch die Räume von Bly wandeln zu sehen. Mrs. Grose meint, in den Beschreibungen der Governess die ehemaligen und unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommenen Angestellten Quint und Jessel zu erkennen. Die Governess ist davon überzeugt, dass Miles und Flora in Gefahr sind und sie ihre Zöglinge beschützen und retten muss. In ihren Phantasien hört sie Stimmen nach den Kindern rufen.
Zweiter Akt
Die Governess kann sich mittlerweile kaum noch in Bly orientieren. Sie fühlt sich verloren in ihrem eigenen „Labyrinth“.
Die Schraube der Desorientierung dreht sich immer weiter, bis sie vollkommen durchdreht. Die Stimmen, die sie hört, werden lauter – die Gefahr scheint zu wachsen. Die Governess versucht, die Geschehnisse zu ordnen, so als würde sie einzelne Teile eines Puzzles immer wieder neu zusammenlegen. Überall wittert sie Täuschung und Verführung und ist kurz davor, die Flucht zu ergreifen. Doch dann entschließt sie sich, den Onkel von den Geschehnissen in Kenntnis zu setzen und ihm zu schreiben. Aufgrund der zugespitzten Ereignisse verlässt Mrs. Grose mit Flora das Haus und reist nach London. Die Governess bleibt allein mit Miles zurück, um ihn endlich und eindeutig zu fassen zu bekommen.
Besetzung
Benjamin Britten
Komponist/in
Myfanwy Piper nach Henry James
Autor/in
Finnegan Downie Dear
Musikalische Leitung
Claus Guth
Inszenierung
Marcin Łakomicki
Szenische Einstudierung, Spielleitung
Christian Schmidt
Bühne, Kostüme
Sebastian Alphons
Licht
Stephan Rügamer
Prologue, Peter Quint
Christiane Karg
Governess
Nicolò Balducci
Miles
Regina Koncz
Flora
Rosie Aldridge
Mrs. Grose
Anna Samuil
Miss Jessel
Staatskapelle Berlin
0. Separator Kollektive
Termine
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