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28.04.2017, 19:30 Uhr
Deutsche Oper Berlin
zum letzten Mal in dieser Spielzeit

Tod in Venedig
Oper in zwei Akten
Libretto von Myfanwy Piper nach Thomas Manns Novelle „Tod in Venedig“
Uraufführung am 16. Juni 1973 im Rahmen des Aldeburgh Festival in Snape bei Aldeburgh
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 19. März 2017
Musikalische Leitung Donald Runnicles
Inszenierung Graham Vick
Bühne, Kostüme Stuart Nunn
Choreografie Ron Howell
Dramaturgie Curt A. Roesler
Gustav von Aschenbach Paul Nilon
Der Reisende / Der ältliche Geck / Der alte Gondoliere / Der Hotelmanager / Der Coiffeur des Hauses / Der Anführer der Straßensänger / Die Stimme des Dionysos Seth Carico
Apollo Tai Oney
Die polnische Mutter Lena Natus
Tadzio, ihr Sohn Rauand Taleb
Die beiden Töchter Ebru Dilber
Die Erzieherin Anne Römeth
Jaschiu, Tadzios Freund Anthony Mrosek
Weitere Freunde Alexander Gaida
Mädchen Anna Reinhard
Venezianer Fabian Lichottka
Erdbeerverkäuferin Alexandra Hutton
Russische Mutter / Spitzenverkäuferin Katherine Manley
Französisches Mädchen / Zeitungsverkäuferin Meechot Marrero
Hotelgäste James Kryshak
Englische Frau Joanna Foote
Dänische Frau / Straßensängerin Lisa Mostin
Französische Mutter Abigail Levis
Deutsche Mutter Irene Roberts
Russisches Kindermädchen Judit Kutasi
Bettlerin Alexandra Ionis
Hotelportier Andrew Dickinson
1. Amerikaner Paul Kaufmann
Glasbläser / Hotelgast Gideon Poppe
Gondoliere / Straßensänger Attilio Glaser
2. Amerikaner / Gondoliere / Hotelgast Matthew Peña
Polnischer Vater / Clerk im Reisebüro Samuel Dale Johnson
Lido Bootsmann / Kellner Dong-Hwan Lee
Steward / Deutscher Vater / Fremdenführer John Carpenter
Russischer Vater / Priester Alexei Botnarciuc
Gondoliere Philipp Jekal

3 Stunden / Eine Pause

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts
Präsentiert von Wall AG, Siegessäule sowie taz.die tageszeitung

Die letzte Oper von Benjamin Britten ist seine persönlichste. Nicht nur die autobiografischen Linien, die in Thomas Manns Figur des alternden Schriftstellers Gustav von Aschenbach hineinweisen, machen das Werk so außergewöhnlich, sondern auch die Umstände der Entstehung sind untrennbar mit der Thematik verwoben. Komponierend suchte Britten dem Tod zu entrinnen, den er unausweichlich auf sich zukommen sah: mit dem Vorwand, das Werk erst zu Ende bringen zu müssen, schob er eine dringend notwendige Herzoperation immer weiter hinaus.

Britten weitete die Form des musikalischen Theaters aus zu einem Panoptikum der Selbstreflexion, das sich mit Traditionen und früheren Erfahrungen füllt. Die Verwendung männlicher Sopranstimmen – hier für Apollo – schließlich geht auf die Barockoper zurück, wurde aber von Britten schon vielfach in früheren Werken eingesetzt, meist den großen britischen Countertenören Alfred Deller und James Bowman in die Stimme geschrieben. Die Partie des Gustav von Aschenbach ist die umfangreichste, die Britten für seinen Lebensgefährten Peter Pears geschrieben hat. Er bleibt die ganze Zeit das Zentrum des Werks. Die Besetzung der verschiedenen Gegenspieler Aschenbachs, die ihm mit Tod und Zerstörung drohen, durch einen Bassbariton, findet ihr Vorbild in der Aufführungstradition von Jacques Offenbachs HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN.

Graham Vick inszeniert nach Verdis OTELLO [1991] und Wagners TRISTAN UND ISOLDE [2011] sowie der Koproduktion MORGEN UND ABEND [2016] zum vierten Mal an der Deutschen Oper Berlin. Donald Runnicles setzt seinen Britten-Zyklus mit TOD IN VENEDIG fort und bringt das Werk nach über 40 Jahren erneut an dieses Haus. Benjamin Britten war ab 1958 Außerordentliches Mitglied und von 1972 bis zu seinem Tod 1976 Korrespondierendes Mitglied der Berliner Akademie der Künste. An der Deutschen Oper Berlin kam TOD IN VENEDIG 1974 zur Deutschen Erstaufführung.